Ein Kinderbuch schreiben

Mehrfach habe ich es schon erwähnt: Ich schreibe selbst gerade an einem Kinderbuch. Vorher habe ich aber schon viele Kurzgeschichten für Kinder geschrieben, ich habe also schon etwas Erfahrung sammeln können. Was ich in den letzten Jahren so gelernt habe, das möchte ich mit euch teilen. Außerdem möchte ich noch sagen: Das Schreiben ist ein Prozess und ihr solltet euch Zeit geben. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und absolut okay, wenn man ein paar Anläufe braucht!

Alter der Zielgruppe

Zunächst einmal müsst ihr euch Fragen, wie alt eure Leser sein werden. Ich finde zum Beispiel, dass Klassiker wie die Märchen der Gebrüder Grimm absolut nichts für ganz kleine Kinder sind, obwohl man das vor einigen Jahren natürlich noch anders sag.

Wenn du dir deine Zielgruppe vorstellst, musst du dir einige Fragen beantworten, darunter zum Beispiel, wie lang der Text sein soll und wie die Sprache sein soll. Je anspruchsvoller die Texte, desto älter natürlich auch die Zielgruppe. Eine weitere Überlegung ist außerdem, ob du mit Bildsprache arbeitest, so arbeite ich zum Beispiel gerade mit einer Illustratorin zusammen, da mein Buch in jedem Fall auch einige Bilder enthalten soll.

Sprache und Umfang

Wenn du für Kinder schreibst, solltest du deine Worte einfach halten, auch die Satzstruktur sollte nicht zu komplex sein. Auch Reime, Wiederholungen sowie Lautmalereien, die die Kreativität anregen, kommen bei Kindern immer super gut an. Wenn du für Kinder ab sechs Jahren schreibst, dann kann es natürlich ein bisschen anspruchsvoller werden, aber generell gilt: Lieber kurze und einfache Sätze, statt unnötige Schachtelsätze zu basteln und unbekannte Wörter zu benutzen.

Auch der Umfang spielt natürlich eine Rolle. Wenn du für die ganz Kleinen schreibst, wirst du feststellen, dass diese Bücher gerade einmal rund 12 Doppelseiten haben. Vorlesebücher dürfen gern etwas länger sein, vielleicht zwischen 30 und 80 Seiten. Wenn du einen Kinderroman schreibst, sind auch 100 bis 150 Seiten kein Problem, danach fällt das Ganze aber schon eher unter Jugendroman.

Hauptfigur und Thematik

Ein Tipp: Wenn ihr in eurer Geschichte ein Kind als Hauptfigur erfindet, dann lasst es ein oder zwei Jahre älter sein als eure Zielgruppe. Kinder lieben es nämlich, sich von Älteren inspirieren zu lassen.

Daneben ist natürlich das Thema total wichtig. Orientiere dich dabei an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe: Was ist in dem Alter besonders wichtig? Abenteuer machen Spaß, Freundschaften sind wichtig, Geheimbünde können spannend sein. Auch Erwachsenwerden kann eine Rolle spielen, vielleicht verliebt sich dein Hauptcharakter außerdem in eine ganz besondere Dame oder den süßen Sitznachbarn.

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