“Der kleine Prinz” von Antoine de Saint-Exupéry

Ich habe ja schon vorher erwähnt, dass ich das Buch total liebe. Das ist ähnlich wie mit allen Werken von Michael Ende und Alice im Wunderland, denn es gibt einfach Klassiker, die kann man immer wieder lesen und verliert nie den Spaß daran. Vor allem mit meiner Tochter macht es jetzt natürlich Spaß, das alles nochmal zu erleben! Es ist schön, wenn ich merke, dass sie sich für dieselben Geschichten begeistern kann.

Handlung

Der kleine Prinz erschien im Jahr 1943 und beinhaltet eine Gesellschaftskritik, die den Werteverfall unserer Gesellschaft beinhaltet. Das Buch ist als ein modernes Kunstmärchen zu sehen und wird zurecht auch sehr gern in der Schule gelesen. Es geht dabei um Menschlichkeit und Freundschaft, zwei Dinge, die von unschätzbarem Wert und großer Wichtigkeit sind.

Nun zu einer kleinen Inhaltsangabe. Wenn ihr das Buch noch nicht kennt, dann empfehle ich euch, jetzt nicht mehr weiterzulesen. Los geht’s: Zunächst einmal erfährt man von einem sechsjährigen Kind, das eine Zeichnung angefertigt hat. Er zeigt das Bild anderen und fragt sie, ob sie es gruselig fänden, doch die Leute sagen nur, dass man vor einem Hut keine Angst haben müsse. Der Junge entgegnet jedoch, dass er eigentlich eine Riesenschlange gezeichnet habe, die gerade einen Elefanten verdaue.

Der Erzähler begegnet irgendwann dann ganz zufällig dem kleinen Prinzen, und dieser bitte ihn, ein Schaf zu zeichnen. Er zeichnet dann bloß eine Kiste und sagt, das Schaf befände sich in dieser Kiste. Damit gibt sich der kleine Prinz zufrieden, außerdem hat er im Vergleich zu allen anderen kein Problem, die Schlange und den Elefanten zu erkennen. Anschließend erzählt der kleine Prinz dem Erzähler von seiner Reise, denn er stammt gar nicht von der Erde und ist über Umwege dort gelandet.

Anspielungen und Weltenkritik

Ich möchte hier gar nicht die ganze Handlung verraten, aber auf ein paar Punkte eingehen, die in dem Buch wichtig sind: Der orientalische Astronom wird zum Beispiel erst ernst genommen, als er in einem westlichen Anzug auftaucht. Dies kann man als Kritik an der Kopfbedeckung bewerten, deren Abschaffung mit Mustafa Kemal Atatürk einherging.

Man kann das Buch außerdem als Kritik an der Welt der Erwachsenen sehen. Es geht um eine Konsumgesellschaft, in der Äußerlichkeiten das Wichtigste sind, während die zwischenmenschlichen Werte zunehmend in den Hintergrund rücken.

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